Firne Situ Sahsnotas ist die regionale Form von Ásatrú.
Beim sächsischen Ásatrú wird auch Bezug auf Ergebnisse der regionalen Archäologie, von Sagen und regionalen Überlieferungen genommen und diese Themen mit in den Kult eingebunden.
Auch werden beim Firne Situ Sahsnotas die alten Helden wie Widukind, Hengist und Horsa (?) etc. geehrt und in die Ahnenverehrung integriert.

Ein vordergründiger Unterschied von uns Nordseegermanen zu den Nordgermanen sind die Namen unserer Götter.
Bei uns heißt Tyr>Sahsnot/Saxnot/Sæxneat, Odin wird in Altsachsen Woden, Thor>Donar/Thunaer, Ullr>Wuldor und Freija>Fri genannt. Im Sachsenland gab es dann auch noch Eostre, Krodo, etc., welche in den übrigen Gebieten garnicht oder nur am Rande bekannt waren.
Bekannt könnten regional wahrscheinlich auch noch die westslawischen Götter Swantewit und Triglav gewesen sein. Dafür würde der sächs. Handelsplatz bei der Porta Westfalica sprechen bei dem die Westslawen stark vertreten waren und die Erwähnung eines Kultplatzes im nördl. Sauerland, hier wurde eine dreiköpfige Götterstatue gefunden, sowie Fragmente eines möglichen vierköpfigen Gottes.

Der älteste Hammeramulettfund (Gilton/Kent) wurde in den Sachsengebieten, also mehr als 300 Jahre vor der Wikingerepoche gemacht.
Nach Beda und anderen historischen Autoren wurde der Hammer als Symbolschmuck für Sahsnot und der Axtanhänger bzw. die Donarkeule für Donar bei den Sachsen getragen.
Neben den wichtigen Symbolen des Hammers und der Axt muß auch die Irminsul (die Tyr Rune kann auch als Irminsul gesehen werden) erwähnt werden. Sie steht für die kosmische Ordnung der Sachsen und ist wahrscheinlich das Kultsymbol für den Stammgott Sahsnot.
Auch könnte das Messer (Sahs/Sax) neben jagdlichen und alltäglichen Aufgaben einen gewissen kultischen Status gehabt haben, hindeuten könnten darauf übermäßig viele Jagdmesser, Gebrauchsmesser und Saxe aus hochwertigem Stahl und aufwendiger Verzierung im sächsischen Raum.

Im Großraum Minden/Herford/Nienburg/Stadthagen gibt es den Herd Widukinds Wölfe, sowie die Sachsenwölfe. Der Herd hat über 30 Mitglieder, die zum grössten Teil regelmäßig aktiv sind, ca. 160 weitere Personen stehen mit uns sporadisch in Kontakt.
Der Schwerpunkt liegt hier auf der regionalen Form des Heidentums, nämlich der Firne Situ Sahsnotas. Neben den "Sachsen" sind aber auch anders ausgerichtete Heiden im Herd.

Die von uns genutzten Kultstätten verteilen sich über das ganze Gebiet. Die wichtigsten sind der Kultplatz "Marklo" im Nordkreis, der Hohenstein im Süntel, das Opfermoor bei Minden mit den Opferstätten am "Nordturm" und dem ehemalgen "Sachsentempel" am Südrand.
Neben diesen gibt es noch eine grössere Zahl kleinerer Blótstätten im Wiehengebirge, an der Weser, im Extertal und der Heide, sowie Kultplätze auf privatem Gelände.
Die Externsteine im Süden werden von unserem Herd auch gelegentlich aufgesucht.